Ein Bericht zum VDT-Praxisseminar
Nur zögerlich setzt sich die Einsicht an den deutschen Theatern durch, dass solcher Aufwand auch fachlich und personell begleitet werden muss. Daher versuchen viele Häuser, das Thema „Video“ irgendwie auf die vorhandenen technischen Abteilungen mit geringstmöglicher Reibung zu verteilen. Dies führt zu mehr oder weniger erfolgreichen personellen Konstruktionen, wobei die Gründung einer eigenen Videoabteilung erst dann sinnvoll und von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein kann, wenn der Arbeitsumfang ein gewisses Maß erreicht hat. Vorläufig wird meistens die Konstruktion „Ton macht die Vorproduktion und das Videozuspiel – Licht macht das Licht (also die Projektionen)“ praktiziert. Das bedeutet, dass sich Tonmeister und Tontechniker zunehmend auch mit „Video“ beschäftigen und hierfür die Qualifikationen erworben werden müssen. Der Umstand, dass die Vorproduktion und das Zuspiel bei der Tonabteilung angesiedelt werden, erklärt sich durch die logische Nähe von sowohl „Tonschnitt“ zu „Videoschnitt“ als auch von „Tonzuspiel“ zu „Videozuspiel“. Nur wenige Beleuchter sind schließlich im Zuspiel laut Partitur geübt oder hierzu prinzipiell fähig. Es lag also auf der Hand, der Frage nach integrierten Zuspielern von Audio und Video in einem Gerät nachzugehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Gerät, das folgende Leistungsmerkmale aufweist:
• Den unkomplizierten Einspiel-/Ladeprozess von möglichst allen in der Praxis verwendeten Audio- und Videoformaten über geeignete Schnittstellen
• Das gemeinsame Behandeln von Audio- und Videoinhalten einschließlich Konvertierungen
• Das Manipulieren von Audio- und Videoinhalten
• Das Organisieren von Ausspielmöglichkeiten
(dazu gehören mehrkanalige Audio- und Videostreams einschließlich deren Richtungen, surround-panning für Audio, soft-edging für Video)
• Das komfortable und bedienerfreundliche Zuspiel einschließlich möglicher logischer Verknüpfungen
• Das verzögerungsfreie Einbinden von „Live-Signalen“
• Eine praxisgerechte Hardware-Systematik
Die Arbeitsorganisation
Im ersten Teil des Seminars widmete sich der Autor dem Thema „Arbeitsorganisatorische Aspekte im Umgang mit AV-Systemen“, Schwerpunkt war dabei die „Software-Ergonomie“ für Computerarbeitsplätze. Die Gestaltung einer Software muss sich an der menschlichen Informationsverarbeitung und an den zu lösenden Aufgaben orientieren. Nicht andersherum! Hierfür gibt es systematische Strukturen, die detailliert erklärt wurden und anhand von Beispielen verständlich wurden. Ein Beispiel war die Aufgabe, ein Schriftdokument auf jeweils einem Computer mit dem Betriebssystem „Windows“ und mit „Apple MacoS“ zu finden. Die Suche konnte im ersten Falle nicht vor Beantwortung mehrerer Gegenfragen erfolgreich durchgeführt werden. Mit dem Betriebssystem von Apple war die Suche jedoch problemlos und umfänglich im ersten Arbeitsschritt möglich. in einem weiteren Beispiel wurden Kreuzblenden in Audioschnittsystemen hinsichtlich ihrer Software-Ergonomie betrachtet. Auch auf die Ursachen schlechter Software-Ergonomie (meist mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Programmierern und Benutzern) wurde eingegangen und es wurden Lösungsmöglichkeiten gezeigt. Den zweiten Teil des VDT-Seminares bestritt Prof. Boris Balin mit dem Thema „Technische Anforderungen für integrierte AV-Systeme im Theater“. in seinem Vortrag beleuchtete er zunächst den Begriff „integrierte AV-Zuspieler“ und stellte den Status quo dar. Dann definierte er ein technisches Anforderungsprofil an ein solches System einschließlich der technischen und personellen Verknüpfungen. Boris Balin ging auch der Grundsatzfrage nach, ob eine systemübergreifende Verbindung von Audio- und Videozuspielern in der Praxis sinnvoll sei, oder ob nicht auch getrennte Bedienung Vorteile im Betrieb hätte. Er stellte weiterhin kriterien für die technischen Funktionen einschließlich der Steuerung solcher Anlagen auf. Besonderen Raum nahm seine Darstellung von Signalschnittstellen und deren Stärken und Schwächen ein. Diese Ausführungen stießen auf besonders großes interesse. Es wurden die technischen Parameter und bekannte Probleme gängiger Formate erläutert und moderne Lösungen (DisplayPort) gezeigt. Die Betrachtung der Video-Signalverteilung einschließlich der notwendigen Korrekturen wurde durch eine Analyse der Audionetzwerke und abschließend mit einer Marktübersicht über integrierte Systeme ergänzt. Produkte und ihr Einsatz Das erste Produkt, das den Seminarteilnehmern vorgestellt wurde, war die „Th-S VideoEngine3D“ vom Hersteller apb-Tools in Berlin. Bernd Schönhaar legte in seiner Produktpräsentation dar, dass die Th-S VideoEngine3D über fünf voneinander unabhängige „Video-Maschinen“ verfügt, die bis zu 999 Video-Clips (5x127 direkt über MiDi adressierbar) über eine intuitive Playlisten-Verwaltung verfügbar macht. Alle Player und Live-Signale können via integrierter Video Matrix über beliebige Ausgänge ausgespielt werden. 3D-Effekte konnten sehr eindrucksvoll gezeigt werden. Bis zu acht integrierte Audiokanälen werden im Film unterstützt.
• Den unkomplizierten Einspiel-/Ladeprozess von möglichst allen in der Praxis verwendeten Audio- und Videoformaten über geeignete Schnittstellen
• Das gemeinsame Behandeln von Audio- und Videoinhalten einschließlich Konvertierungen
• Das Manipulieren von Audio- und Videoinhalten
• Das Organisieren von Ausspielmöglichkeiten
(dazu gehören mehrkanalige Audio- und Videostreams einschließlich deren Richtungen, surround-panning für Audio, soft-edging für Video)
• Das komfortable und bedienerfreundliche Zuspiel einschließlich möglicher logischer Verknüpfungen
• Das verzögerungsfreie Einbinden von „Live-Signalen“
• Eine praxisgerechte Hardware-Systematik
Die Arbeitsorganisation
Im ersten Teil des Seminars widmete sich der Autor dem Thema „Arbeitsorganisatorische Aspekte im Umgang mit AV-Systemen“, Schwerpunkt war dabei die „Software-Ergonomie“ für Computerarbeitsplätze. Die Gestaltung einer Software muss sich an der menschlichen Informationsverarbeitung und an den zu lösenden Aufgaben orientieren. Nicht andersherum! Hierfür gibt es systematische Strukturen, die detailliert erklärt wurden und anhand von Beispielen verständlich wurden. Ein Beispiel war die Aufgabe, ein Schriftdokument auf jeweils einem Computer mit dem Betriebssystem „Windows“ und mit „Apple MacoS“ zu finden. Die Suche konnte im ersten Falle nicht vor Beantwortung mehrerer Gegenfragen erfolgreich durchgeführt werden. Mit dem Betriebssystem von Apple war die Suche jedoch problemlos und umfänglich im ersten Arbeitsschritt möglich. in einem weiteren Beispiel wurden Kreuzblenden in Audioschnittsystemen hinsichtlich ihrer Software-Ergonomie betrachtet. Auch auf die Ursachen schlechter Software-Ergonomie (meist mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Programmierern und Benutzern) wurde eingegangen und es wurden Lösungsmöglichkeiten gezeigt. Den zweiten Teil des VDT-Seminares bestritt Prof. Boris Balin mit dem Thema „Technische Anforderungen für integrierte AV-Systeme im Theater“. in seinem Vortrag beleuchtete er zunächst den Begriff „integrierte AV-Zuspieler“ und stellte den Status quo dar. Dann definierte er ein technisches Anforderungsprofil an ein solches System einschließlich der technischen und personellen Verknüpfungen. Boris Balin ging auch der Grundsatzfrage nach, ob eine systemübergreifende Verbindung von Audio- und Videozuspielern in der Praxis sinnvoll sei, oder ob nicht auch getrennte Bedienung Vorteile im Betrieb hätte. Er stellte weiterhin kriterien für die technischen Funktionen einschließlich der Steuerung solcher Anlagen auf. Besonderen Raum nahm seine Darstellung von Signalschnittstellen und deren Stärken und Schwächen ein. Diese Ausführungen stießen auf besonders großes interesse. Es wurden die technischen Parameter und bekannte Probleme gängiger Formate erläutert und moderne Lösungen (DisplayPort) gezeigt. Die Betrachtung der Video-Signalverteilung einschließlich der notwendigen Korrekturen wurde durch eine Analyse der Audionetzwerke und abschließend mit einer Marktübersicht über integrierte Systeme ergänzt. Produkte und ihr Einsatz Das erste Produkt, das den Seminarteilnehmern vorgestellt wurde, war die „Th-S VideoEngine3D“ vom Hersteller apb-Tools in Berlin. Bernd Schönhaar legte in seiner Produktpräsentation dar, dass die Th-S VideoEngine3D über fünf voneinander unabhängige „Video-Maschinen“ verfügt, die bis zu 999 Video-Clips (5x127 direkt über MiDi adressierbar) über eine intuitive Playlisten-Verwaltung verfügbar macht. Alle Player und Live-Signale können via integrierter Video Matrix über beliebige Ausgänge ausgespielt werden. 3D-Effekte konnten sehr eindrucksvoll gezeigt werden. Bis zu acht integrierte Audiokanälen werden im Film unterstützt.

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